Medizinische Hilfsgüter für die Krisenregion 26.09.2018

Die humanitäre Krise im Südsudan verschärft sich zusehends. Um der notleidenden Bevölkerung zu helfen, hat der Verein „LVM Helfen verbindet Menschen“ 15.000 Euro für die Lieferung von dringend benötigten Medikamenten gespendet.  

 

Im Jahr 2011 erlangte der Südsudan seine Unabhängigkeit. Die Hoffnungen auf Stabilität und Frieden im jüngsten Land der Erde erfüllten sich jedoch nicht. Immer wieder kommt es zu blutigen Auseinandersetzungen, die in einem fast 5 Jahre andauernden Bürgerkrieg zehntausende Todesopfer gefordert haben. Die Bilanz seit der Staatsgründung ist katastrophal: 90 Prozent der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Rund 2,5 Millionen Menschen haben in den Nachbarländern Schutz gesucht. 1,7 Millionen Südsudanesen sind innerhalb ihres Landes auf der Flucht.  

 

Seit im Juli 2016 auch in der Hauptstadt Juba Unruhen ausbrachen, hat sich die Sicherheitssituation im gesamten Land weiter verschlechtert. Wichtige Infrastruktur ist zerstört. Anhaltende Dürreperioden und Hungersnot tragen darüber hinaus dazu bei, dass sich die prekäre humanitäre Lage im Land zuspitzt. Laut Angaben der Vereinten Nationen sind gegenwärtig rund 1,8 Millionen Südsudanesen akut von Hunger bedroht, etwa sieben Millionen, also knapp zwei Drittel der Gesamtbevölkerung, sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.  

 

Mangelnde Gesundheitsversorgung

Neben der Nahrungsmittelknappheit leiden die Menschen im Südsudan unter fehlender medizinischer Versorgung. Das staatliche Gesundheitssystem ist nicht in der Lage, seine Zentren und Krankenhäuser ausreichend mit adäquaten Medikamentenvorräten und Equipment zu beliefern.  

 

Der Verein „LVM Helfen verbindet Menschen“ hat deshalb eine Soforthilfe in Höhe von 15.000 Euro über seinen Partner Don Bosco Mondo auf den Weg gebracht. Die Gelder wurden für die Lieferung dringend benötigter Medikamenten eingesetzt, wie unter anderem Schmerzmittel und Antibiotika, aber auch Malariamedikamente, Verbandsmaterial und Vitamintabletten. Ziel ist es, die grundlegende Gesundheitsversorgung und die Behandlung akuter Krankheitsfälle im Einzugsgebiet der Salesianischen Gesundheitsstationen sicherzustellen.  

 

Spenden kommen an

Die Salesianer Don Boscos und die Don Bosco Schwestern betreiben landesweit vier Gesundheitszentren und Krankenhäuser mit Notaufnahmen sowie spezieller Versorgung für mangelernährte Kinder, Schwangere, Mütter und Babys. „Bereits in den vergangenen Jahren haben wir die Einrichtungen über unseren Partner Don Bosco Mondo finanziell unterstützt. Er garantiert uns, dass die Spenden dort ankommen, wo sie benötigt werden. Und die Not ist groß. Für uns war es deshalb eine Selbstverständlichkeit, auch in der aktuellen Krisenlage zu helfen“, begründet Vereinsvorsitzender Marko Feldbaum das Engagement von „Helfen verbindet Menschen“.  

 

Um möglichst viele Menschen umgehend mit den medizinischen Hilfsgütern zu erreichen, wurden diese bereits per Luftfracht in den Südsudan transportiert und dort an die Gesundheitszentren von Don Bosco in Wau, Gumbo, Maridi und Tonj verteilt. Unterstützung erhielt Don Bosco Mondo dabei auch vom Medikamentenhilfswerk action medeor. Die weltweit anerkannte Fachorganisation versorgt unter anderem Krankenhäuser und Gesundheitsstationen in Afrika, Asien und Lateinamerika mit Medikamenten und medizinischem Equipment.

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