Selbstverteidigung mit Handicap 29.07.2019

Nach Angaben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sind Frauen mit Lernschwierigkeiten oder geistigen Behinderungen besonders gefährdet, Opfer von Gewalt zu werden. Deshalb hat es sich der Frauensportverein Münster zur Aufgabe gemacht, diesen Frauen zu helfen. Er hat sein erfolgreiches Projekt „SELMA – SELbstbehauptung und Mehr“ speziell an die Bedürfnisse von Frauen mit kognitiven Einschränkungen angepasst. Verantwortliche in Werkstätten, Wohnbereichen oder Vereinen können den Kurs für diese Frauen buchen.

 

„SELMA FL – Expertin für sich selbst“ stärkt die Teilnehmerinnen durch gezielte Übungen zur Selbstverteidigung beziehungsweise Selbstbehauptung. Auch die Themen Ausgrenzung und Inklusion sowie ein Workshop zur sexuellen Bildung der Frauen sind Teil des Gesamtkonzepts. An den Kursen nehmen jeweils sechs bis acht Frauen teil. Zwei Trainerinnen leiten den Kurs an. LVMerin Silvia Fronda war früher selbst im Vorstand des Frauensportvereins und hat dort als Trainerin aktiv mitgewirkt. Sie erklärt: „Ziel der Kurse ist es, Frauen durch eigene Wertschätzung zu stärken. Sie lernen ihren Körper, ihre Kraft und ihre Grenzen kennen. Und natürlich lernen sie auch, wie sie sich wehren können.“ Damit möglichst viele Frauen teilnehmen können, ist die Teilnahmegebühr gering. Die Kurse werden größtenteils durch Spenden finanziert. „Deshalb bat ich ‚LVM – Helfen verbindet Menschen‘ um Unterstützung“, sagt Silvia Fronda. Dieser Bitte kam der Verein gerne nach und übernahm die Patenschaft für einen Kurs in Höhe von 1.200 Euro.

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