Retter auf vier Pfoten erhalten technische Unterstützung 19.12.2019

Weil auch die besten Schnüffelnasen ohne moderne Technik nur halb so gut arbeiten können, gibt es für die Rettungshunde-Teams vom THW-Ortsverband Havixbeck eine neue technische Ausrüstung: Der Verein „LVM Helfen verbindet Menschen“ spendet 1.500 Euro für die Anschaffung eines Systems zur Hundeortung und zum Hundetrecking.

 

Bei Gasexplosionen, Erdbeben oder Terroranschlägen sind sie vor Ort und leisten Hilfe bei der Suche nach verschütteten Personen. Auch bei der Vermisstensuche zum Beispiel in großen Waldgebieten kommen sie zum Einsatz: die Rettungshunde-Teams der Fachgruppe „Ortung“ des THW-Ortsverbands Havixbeck. Neben den speziell ausgebildeten, ehrenamtlichen Rettungskräften zählen aktuell drei geprüfte Flächen- und fünf geprüfte Trümmersuchhunde zum Team. Ihr Einsatzgebiet liegt nicht nur vor der eigenen Haustür. Auch in bundesweiten sowie internationalen Einsätzen leisten sie Unterstützung im Bereich des Zivil- und Katastrophenschutzes.

 

„Wir sind keine Rettungshundestaffel im üblichen Sinne“, erklärt Stephan Mondry von der Fachgruppe „Ortung“, „denn wir setzen bei der Suche nach Personen nicht nur auf den Hund mit seiner Spürnase. Vielmehr geht es bei uns um die Ortung mittels einer Mischung aus Hund und Technik. Gerade dieses Zusammenwirken ermöglicht bei Einsätzen eine effektive und schnelle Lokalisierung von vermissten Personen.“

 

So nutzt die Gruppe bei der technischen Ortung akustische Ortungsgeräte mit seismischen Sensoren und optische Ortungsgeräte wie Endoskopkamera, Searchcam, Wärmebildkamera und Nachtsichtgerät. Ein fester Bestandteil in der Rettungshundetätigkeit sind in der Regel auch Hundeortungssysteme. Ein solches System hatten die Helfer aus dem Ortsverband Havixbeck bis vor kurzem noch nicht im Einsatz. „Dank der Spende von ‚LVM Helfen verbindet Menschen‘ können wir nun in ein entsprechendes GPS-System investieren und so unsere Arbeit noch effizienter gestalten und unsere Einsätze lückenlos dokumentieren“, so Stephan Mondry. Durch eine Echtzeitübertragung auf ein Handgerät oder auf einen Laptop können jederzeit die abgesuchten Bereiche dokumentiert und die Wege der Rettungshunde und Einsatzkräfte nachvollzogen werden. Darüber hinaus ist ein solches System ein gutes Hilfsmittel, um die Ausbildung der Rettungshunde in der Fläche zu überwachen und zu optimieren.

 

Über die Spende von „LVM Helfen verbindet Menschen“ freut sich auch LVM-Mitarbeiterin Pina Wolter. Sie engagiert sich selbst im THW-Ortsverband Havixbeck und hat den Verein auf den Unterstützungsbedarf der Rettungshunde-Teams aufmerksam gemacht.

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